Dazugehören ermöglichen: Antidiskriminierung im Sport — mit Elisa Lierhaus
Shownotes
Sport verbindet. Und er hat das Potenzial, Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Behinderung, Alter oder Identität zusammenzubringen. Damit sich dieses Potenzial entfalten kann, braucht es Sportorte, an denen sich alle willkommen, respektiert und sicher fühlen. Gemeinsam mit Elisa Lierhaus, Sportpsychologin sowie Antidiskriminierungs- und Diversity-Trainerin bei ALBA BERLIN, sprechen wir über Inklusion, Teilhabe und den Umgang mit Vielfalt im Sport. Dabei geht es um Barrieren, Sprache, Respekt und die Frage, wie Vereine, Übungsleitende und Trainer*innen ein gesundes, wertschätzendes und diskriminierungssensibles Sportumfeld gestalten können. Unsere These: Unbewusste Vorurteile begleiten uns alle im Alltag – entscheidend ist, sie zu erkennen, zu reflektieren und gemeinsam daran zu arbeiten, Sport für alle zugänglicher und gerechter zu machen.
Mehr Informationen zur Episode:
Transkript anzeigen
00:00:00: auch ich als Antidiskriminierungstrainerin.
00:00:02: Diskriminiere tagtäglich wahrscheinlich und ich möchte das auch nicht, aber ich muss mich immer wieder auf diesen Weg machen und immer wieder neu
00:00:10: dranbleiben.".
00:00:18: Herzlich willkommen bei Gesund in Sport Deutschland eurem Podcast für sport- und körperliche Aktivität!
00:00:23: Jetzt schon in der neunten Episode der vierten Staffel.
00:00:27: Danke für eure Treue beim Zuhören.
00:00:29: Sport verbindet, so heißt es zumindest oft und tatsächlich entstehen im Sport Begegnungen Gemeinschaft Emotionen Und hoffentlich schöne und unvergessliche Momente.
00:00:41: Gleichzeitig wissen wir aber auch nicht alle Menschen erleben Sport auf dieselbe Weise.
00:00:47: Während sich manche selbstverständlich willkommen fühlen Erleben andere Ausgrenzung Vorurteile oder Barrieren Manchmal ganz sichtbar und offensichtlich manchmal ganz subtil.
00:00:59: Genau deshalb wollen wir uns heute mit einem Themenkomplex auseinandersetzen, der wichtiger kaum sein könnte – der Diversität und Antidiskriminierung im Sport.
00:01:08: Und wie Vielfalt selbst wird auch diese Folge bunt, vielseitig und perspektivenreich so hoffe ich zumindest.
00:01:14: einige wichtige Schlagworte fließen ein nämlich Inklusionen und Teilhabe, Sprache und Kommunikation, Sichtbarkeit und Respekt.
00:01:23: Wir möchten sehen, wie ein gesundes Miteinander im Sport gelingen kann.
00:01:27: Denn Vielfalt ist längst kein Randthema mehr – sie ist Realität in Vereinen auf Tribünen und Teams in Verbänden und überall dort wo Menschen gemeinsam Sport erleben!
00:01:39: Unsere Gästin bringt wahnsinnig viel Expertise in diesem Feld mit sich.
00:01:43: Sie ist studierte Sportwissenschaftlerin und Sportpsychologin, systemische Beraterin und Antidiskriminierungs- und Diversity-Trainerin.
00:01:52: Sie begleitet bei den Albatrossen von Albert Berlin, SpielerInnen, TrainerInnen Eltern von JugendspielerInnen und andere Personen sportpsychologisch also in Sachen Kommunikation, Rollenverständnis oder dem Klassiker, dem sportlichen Druck.
00:02:06: Schön dass du da bist um guten Tag Elisa Lierhaus!
00:02:09: Ja vielen Dank.
00:02:10: ich freue mich auch über die Einladung und dass sich hier dabei sein darf heute.
00:02:14: Super, Elisa!
00:02:15: Wie bist du eigentlich zur Arbeit im Bereich Antidiskriminierung und Diversity im Sport bekommen?
00:02:20: Das ist ja durchaus eine gewisse Nische.
00:02:24: Ja, ich würde mir wünschen dass es gar nicht mehr so eine Nische ist weil wie der Eingangstext von dir ja auch schon so schön gesagt hat das ist ja eigentlich gelebte Realität sozusagen wir sind ne vielfältige Gesellschaft und natürlich eben auch im Sport.
00:02:38: Und ich würde sagen mein Weg dahin war eigentlich meine eigene Sport vielleicht ein bisschen Leistungssportkarriere und da eben zu merken Es reicht halt irgendwie oft doch nicht aus dass ich irgendwie einfach genauso teil habe Freundinnen, mit denen ich den Sport sozusagen ausgeübt habe.
00:02:56: Sondern da gab es immer noch mal diesen einen Unterschied oder dieses eine Gefühl von irgendwie werde ich nicht mit gemeint oder ich werde ganz explizit gemeint also sprich das eigene Diskriminierungserfahrung eben auch im sport wo ich mich eigentlich nur entfalten und ausleben wollte wo ich irgendwie gut drin war und ja dadurch immer wieder unterschiede kamen.
00:03:16: Ich habe glaube ich, um das abzukürzen irgendwann so gemerkt.
00:03:20: Ach irgendwie es macht mich schon wütend aber immer nur wütends sein ist ein bisschen anstrengend und wie kann ich damit anders umgehen?
00:03:27: Und ja, ich glaube meine andere Stärke ist dass ich einfach sehr guten Draht habe.
00:03:33: Viel Empathie mitbringe gut mit Menschenarbeit auf unterschiedlichsten Ebenen in unterschiedlichen Bereichen und dann hab' ich gedacht In dem Bereich muss es doch auch was geben.
00:03:42: Ich möchte irgendwie selber mehr wissen haben und ich möchte aber auch das Wissen irgendwie teilen weil ich eben schon daran glaube, dass im Kern die meisten Menschen irgendwie eigentlich gut sein wollen.
00:03:52: Niemand wirklich absichtlich diskriminieren möchte und trotzdem passiert es eben und darauf zu schauen und zu gucken warum ist das so?
00:03:59: Und wie können wir uns irgendwie da nochmal besser begegnen war mein Anspruch sage ich jetzt mal und das hat mich dahin gebracht neben den anderen Tätigkeiten, die ich schon ausgeführt habe, eben im schwarbsychologischen Bereich auch in der Antidiskriminierung tätig zu werden und das auch tatsächlich zu verknüpfen.
00:04:18: Weil, wie gesagt schnell gemerkt passiert nicht nur in irgendwelchen Teilbereichen sondern natürlich auch im Sport-Sport ist ein Spiegel der Gesellschaft.
00:04:26: also dementsprechend haben wir auch dort heben im Bereich der Antidi diskriminierung oder Diskriminierung.
00:04:32: Was bedeutet für dich Gesundheit im Sport über die reinkörperliche Ebene hinaus?
00:04:37: Ja genau, ich glaube wenn wir über Gesundheit sprechen dann denken wir sofort irgendwie an den körperlichen Bereich.
00:04:44: Warum machen wir Sport um da eben fit zu bleiben?
00:04:47: und dann kommt aber auch ganz schnell der psychische Bereich.
00:04:51: das ist sozusagen der Bereich meiner sporpsychologischen Tätigkeit dass wir auch da mehr und mehr Merken und auch mehr Beispiele haben die einfach den Sportler oder die Sportlerin ganzheitlicher sozusagen betrachten, eben nicht nur auf der körperlichen Ebene sondern auch sagen da steckt natürlich logischerweise ein ganzer Mensch dahinter.
00:05:10: Der auch Themen auf anderen Ebenen hat eben nicht immer nur auf körperlicher Ebene, sondern ganze Scheiden für Leistungen sind.
00:05:18: eben auch Themen wie psychische Gesundheit Aber auch die eben der sozialen Eingewohnheit, das ist es ja oft wie Menschen eigentlich in den Sport kommen.
00:05:27: Nicht weil sie's nur per se aus sich heraus tun wollen sondern weil sie sich in Gemeinschaft erleben wollen dann vielleicht auch entdecken dass sie vielleicht auch darin gut sind oder sehr sehr gut sind.
00:05:37: aber das passiert ja alles nicht im abgeschlossenen Bereich.
00:05:40: und das ist für mich also eigentlich ist Für mich Gesundheit oder auch Gesundheit im Sport so eine ganzheitliche Betrachtung auf mehreren Ebenen Und irgendwann kommt auch so ne strukturelle Ebene dazu Die eben auch ganz entscheidend dafür ist, bleibe ich dann auch.
00:05:53: Also finde ich überhaupt in den Sport aber bleibe Ich dann auch dementsprechend da weil ich mich gesehen fühle in all meinen Facetten also mich als Mensch sozusagen dort auch erleben darf Teil haben oder teilnehmen darf.
00:06:05: und ja das ist so für mich sozusagen die Betrachtung von Gesundheit im Sport.
00:06:12: Ich glaube das war die Frage, ne?
00:06:14: Ja ganz genau!
00:06:15: Super jetzt machen wir mal den Fächer auf das gesamte Potpourri und hangeln uns mal so an einigen Begriffen entlang.
00:06:23: Wir haben eben schon das Wort Diskriminierung angesprochen.
00:06:26: du hast von eigenen Diskriminierungserfahrungen auch berichtet.
00:06:30: aber was ist eigentlich Diskriminierungen?
00:06:32: in welchen Formen kann das auftreten?
00:06:36: Also Diskriminierung, wenn man irgendwie vielleicht so eine Definition ranziehen möchte ohne dass ich sie jetzt ganz exakt zitieren kann.
00:06:43: Aber eigentlich geht es bei Diskriminierungen um eine Ungleichbehandlung von Menschen oder auch ganzen Gruppen aufgrund von Merkmalen die Sie vielleicht mitbringen, seit zum Beispiel das Aussehen alter sexuelle sechs Euro Orientierung, die Herkunft, die Sprache, Religion und so weiter.
00:07:04: Und sofort habe ich glaube nicht alle Merkmale richtig genannt sind aber sozusagen auch unter denen gefasst, zum Beispiel im Antidiskriminierungsrecht oder auch im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.
00:07:14: Ja und aufgrund dieser Merkmale Ausschluss schlechter Stellung oder eben halt dementsprechend auch Diskriminierung zu erfahren das beschreibt ihm das genau weil da geht es eben dann darum zu sagen Es ist nicht auf Grund von... Das betrifft uns alle sondern aufgrund von wie gesagt diesen Merkmalen die wir als Menschen mitbringen, die wir nicht sozusagen wegmachen können und auch nicht sollten oder wollen.
00:07:40: Und aufgrund dessen eben weniger Teilhabe zu haben, weniger Zugänge zu haben strukturell institutionell benachteiligt zu werden das ist halt sozusagen der Kern von Diskriminierung und er passiert auf unterschiedlichsten Ebenen.
00:07:53: Wir kennen glaube ich so die Direkte Das ist in der individuellen Interaktion miteinander.
00:07:58: das ist mal ein blöder Witz sozusagen.
00:08:00: es ist aber eben auch eine ganz klare Beleidigungen, ein bisschen zu tödlichen Angriffen.
00:08:09: Also es bleibt auch nicht nur im Kleinen das kleine würde schon ausreichen.
00:08:15: auf dieser Ebene kennen wir's glaube ich und können relativ schnell greifen.
00:08:18: und dann gibt es oft noch die Ebene die für uns ein bisschen schwerer zu greifen ist.
00:08:23: zum einen institutionell, also wenn sozusagen Institutionen und da kann zum Beispiel eben auch der Sport oder der Sportverein oder Sportverbände so eine Institution sein.
00:08:34: Wenn da sozusagen gelebte Praxis oder Regeln oder Zugänge dafür sorgen dass nur ne bestimmte Gruppe an Menschen wirklich Teil- oder voll und ganz teilhaben kann Wenn es Regelungen gibt, die Zugänge erschweren, dass das auf der institutionellen Ebene zu verstehen.
00:08:56: Dann gibt's eine übergeordnete Ebene und ist wirklich schwer zu greifen.
00:09:00: Auf der müssen wir aber, wenn wir an Diskriminierung ran wollen auch im Sport, ran, weil das ist die strukturelle Ebene von der wir immer mal widersprechen.
00:09:12: Es ist oft nicht so einfach zu greifen, aber total wichtig zu verstehen.
00:09:16: Weil da geht es wirklich darum, wer sitzt sozusagen an welcher Machtposition?
00:09:24: Wer trifft Entscheidungen?
00:09:25: Wer ist repräsentativ?
00:09:28: Wie wird gesehen und wie wird sichtbar gemacht?
00:09:30: Und wer wird eben auch unsichtbargemacht?
00:09:31: Das auf einer übergeordneten Ebene.
00:09:34: Das ist schwer manchmal zu greifen, aber sehr wichtig zu verstehen!
00:09:40: Also ich nehme schon mal ganz, ganz viel daraus mit Implizit.
00:09:43: Nämlich natürlich als allererstes Mal mit dass wir Menschen alle total vielfältig sind auch wenn es auf den ersten Blick oder gewissen Stereotypen vielleicht gar nicht erkennbar ist.
00:09:52: Zweitens nämlich schonmal mit Diskriminierung kann höchst persönlich sein, kann institutionell sein also in einem übergeordneten Rahmen indem wir uns im Sport natürlich auch beispielsweise fragen müssen wie die Repräsentanz beispielsweise bei Frauen in Führungspositionen und so weiter und sofort.
00:10:09: Jetzt will ich aber noch mal den Bogen ziehen zu vielleicht typischen Situationen im Sport, in denen Menschen sich ausgegrenzt fühlen könnten.
00:10:18: Welche typischen situationen gibt es da vielleicht?
00:10:22: Die passieren vielleicht auch unbewusst passieren.
00:10:26: Genau!
00:10:26: Ich glaube das Unbewusste ist an der Stelle auch total wichtig Weil wie gesagt, ich sag jetzt mal im Normalfall wollen wir einander gar nicht ausschließen oder dafür sorgen das Menschen Ausschluss erfahren.
00:10:38: Aber trotzdem um zu verstehen dass auch ohne diese böse Absicht das eben passiert und auch Auswirkungen haben kann.
00:10:45: Und das können so Dinge sein wie welches Beispiel fällt mir da gerade ein?
00:10:51: Zum Beispiel, es gibt irgendwie ein gemeinsames Fest oder es gibt einen Mittagessen.
00:10:56: Ich glaube das ist jetzt gerade bei meinen Profi-Teams erleben die ich irgendwie so mit betreue.
00:11:01: Welche Form von Essen haben wir?
00:11:03: Da haben wir eine Vielfalt von Essen.
00:11:04: Haben wir da sozusagen Menschen auf dem Schirm Vegetarisch vegan, das haben wir mittlerweile so ein bisschen drin.
00:11:11: Aber wie sieht es zum Beispiel mit anderen Dingen aus?
00:11:13: Das ist so ein kleines Beispiel und wirklich ein Mini-Mini-Beispiel.
00:11:17: aber du hast es auch ein bisschen angesprochen wer ist denn eigentlich sozusagen in meinem Verein sichtbar?
00:11:24: also ne Wie sieht's aus mit der mit dem bösen Wort der Frauenquote komme ich da rein und fühle mich irgendwie auch repräsentiert und irgendwie auch gesehen.
00:11:35: sozusagen sehe ich mich das auch in diesem Verein oder fühle ich mich da immer so ein bisschen wie so ein kleines Einhorn und wenn ich ein Thema habe, kann ich das überhaupt auch ansprechen.
00:11:45: Wird es auch gehört?
00:11:46: Wirds verstanden?
00:11:48: Also das sind glaube ich eher die, ich sag mal, unterschwelligeren Auswirkungen davon, wenn wir Vielfalt nicht als das betrachten, was es ist beziehungsweise dass immer eher so ein bisschen repräsentativ und an der Oberfläche machen.
00:12:05: Der Sport finde ich hat ein absolutes Potenzial, hat eine starke integrale Kraft.
00:12:11: aber wir Kratzen finde ich immer so ein bißchen nahe an der Oberfläche und tun ja mal so ein bisschen so wie ob der Sport per se inklusiv und einladend und dann können alle mitmachen.
00:12:25: Wenn wir da ein bisschen anfangen zu kratzen, dann sehen wir halt doch ganz schnell.
00:12:28: so einfach ist das nicht und nur Haltung alleine reicht halt nicht wenn sozusagen die Strukturen oder die Wirkweisen nicht der Haltung entsprechen.
00:12:46: Jetzt wissen Stammhörerinnen und Stammhöher dass ich ein übergewichtiger Mittelalter weißer Mann bin.
00:12:52: und tatsächlich Wenn wir über institutionelles nachdenken, stelle ich zum Beispiel immer wieder fest wenn wir versuchen Menschen für Sport zu gewinnen sieht man auf Fotos zum Beispiel gerade nicht.
00:13:04: Übergewichtige menschen beispielsweise man sieht selten people of color Man sieht selte Menschen beispielsweise mit Behinderung oder ähnliches.
00:13:12: das ist genau das was du ansprichst nämlich an
00:13:16: Ja, genau.
00:13:17: Also wie ist sozusagen unsere Webseite aufgebaut?
00:13:20: Wie zugänglich ist sie?
00:13:21: Genau wie du gerade gesagt hast wer ist denn darauf auch sichtbar?
00:13:24: also wir wollen alle ansprechen und wenn ich dann mir zum Beispiel Angebote anschaue zu wirklich tollen Aktionen tollen Events und ich gucke mich dann ganz schnell irgendwie wie gesagt diese Plakate an oder auch die Sprache die verwendet wird.
00:13:37: wie einladend ist das denn eben vielfältig einladen ist das ganze dann eben noch auf dieser Ebene.
00:13:42: Das ist so dieses nicht nur das zu meinen, sondern auch sich zu hinterfragen an welchen Stellen repräsentieren wir das auch wirklich?
00:13:52: Und wie gesagt es ist oft mit gemeint aber wir kennen dieses so Mitgemeintes halt doch nicht bis zum Ende durchgeführt und erwärscht.
00:14:00: wird sich da auch wirklich angesprochen oder wohin spreche ich denn die Einladung aus?
00:14:05: Ich höre auch oft immer wieder, ja wir würden gerne mehr Personen haben das Vielfältiger gestalten.
00:14:10: Aber die kommen dann einfach nicht und ich frage dann oft na in welche also wo habt ihr denn die einladungen hin ausgesprochen?
00:14:17: nur auf eurer Webseite?
00:14:18: oder geht ihr ganz gezielt zum Beispiel auf Communities zu, auf Initiativen, auf Netzwerke zu, die ganz viele Expertise haben wo sich Menschen eben treffen die ihr eigentlich gerne einladen wollt eingeladen fühlen, weil sie sich dort eben nicht gesehen oder repräsentiert fühlen.
00:14:37: Also da auch noch mal diese drei Schritte mehr zu machen und nicht dabei zu bleiben und zu sagen na wir haben es doch versucht, wir haben doch eingeladen uns ist einfach nur keiner gekommen sich dann eben zu fragen warum ist denn keiner gekommen?
00:14:48: Und wie können wird das beim nächsten Mal vielleicht noch besser gestalten?
00:14:52: Jetzt haben wir uns selber eine schöne Brücke gebaut.
00:14:54: zum nächsten Begriff der in dem Kontext wahnsinnig wichtig ist nämlich Barrieren.
00:14:59: Welche Barrieren siehst du, die aktuell im Zugang zu Sport bestehen?
00:15:03: Beispielsweise für Menschen mit Migrationsgeschichte, mit Behinderung, queere Personen.
00:15:09: Was schlägt dir da so entgegen?
00:15:11: Welche barrieren kommen auf dich zu?
00:15:13: Genau!
00:15:13: Die Brücke ist eigentlich schon ein bisschen das, worüber wir gerade gesprochen haben.
00:15:17: also wie gesagt dieses Wir wollen eigentlich gerne und wir meinen eigentlich alle mit ist dann oft in der gelebten Praxis.
00:15:26: Ich kann mal so eigene Beispiele aus meinen Vereinen oder wo ich ein bisschen tätig bin, oder Sport erlebe.
00:15:36: So das Einfachste ist, wir denken schnell an so physische Barrieren.
00:15:40: auch das ist schon ein Zeichen.
00:15:41: nur ich sage ja und wie haben denn jetzt Menschen zum Beispiel im Rollstuhl dann eigentlich auch wirklich Zugang?
00:15:48: Wie einfach, wie schwer wird's gemacht Und es wird immer so betrachtet als Oh, jetzt müssen wir noch mal was Besonderes tun oder wird es halt wirklich einfach per se mitgedacht und das ist eben nicht in Anfangstrichen dieser Sonderfall.
00:16:01: Das ist so die klassische Barrieren, die wir denken.
00:16:06: Und dann ist für mich aber auch Barriere... Ja wirklich so diese, ich muss es nochmal sagen also diese Repräsentanz.
00:16:14: Also wie verstanden fühle ich mich eigentlich?
00:16:17: Jetzt komme ich vielleicht als queere Person und sage ich möchte jetzt gerne da mein Sport ausüben.
00:16:22: sind denn auch andere Queere Personen oder werden zumindest queere Perspektiven wirklich in all ihren Facetten mitgedacht, sei es von der Toilettenbenutzung bis hin zu?
00:16:34: wie gehen wir eigentlich grundsätzlich mit den Themen um?
00:16:37: Wie sind zum Beispiel Formulare.
00:16:40: Also da gibt's so ganz viele kleine Möglichkeiten und die zeigen aber ganz schnell Wie offen sind wir denn wirklich bzw.
00:16:47: wie gut haben wir das Thema verstanden?
00:16:49: Und da sind zumindest auf dem Weg, also dass es irgendwie mir auch wichtig zu sagen Wir können nicht immer sofort alles gleich umsetzen.
00:16:57: Es ist mir total bewusst Aber dieses Zeichen dahin setzen zu sagen, wir sind da dran.
00:17:04: Also ich finde es zum Beispiel auch total schön wenn Ich irgendwo hinkomme und gesagt wird Bei diesem Thema sind wir irgendwie gerade noch auf dem Weg.
00:17:16: Wir haben das auf dem Schirm, wir können es zum Beispiel keine Ahnung baulig noch nicht direkt umsetzen aber wir versuchen alternative Lösungen oder wir machen uns auch ganz ehrlich und ganz transparente sagen hier haben wir echt noch eine Lücke und das haben wir noch nicht gut umgesetzt.
00:17:29: also auch so mit diesem Thema und vielleicht auch mit möglichen Defiziten umzugehen macht schon total viel die Tür auf.
00:17:38: Ja, das ist glaube ich so ein bisschen mit das Wichtigste.
00:17:41: Sich da gehört und gesehen zu fühlen auf unterschiedlichsten Ebenen in unterschiedlichen Beispielen.
00:17:47: Du hast es jetzt schon angesprochen welche kleinen Veränderungen kann man vielleicht im Verein machen?
00:17:52: Vielleicht auch als Trainerin oder Trainer Übungsleitende um ja vielleicht auch einen sicheren oder geschützten Raum zu schaffen um eben Schutz vor Diskriminierung und Gewalt auch zu geben.
00:18:05: Auch so ein Begriff den wir noch heute nicht benutzt haben.
00:18:08: Also ich glaube, auch da gibt es wahrscheinlich unterschiedlichste Ansätze.
00:18:14: Aber das eigene Wissen noch mal kritisch zu hinterfragen also wo stehen wir denn wie gesagt auf Vereinsebene aber dann eben auch individuell als Trainer, als Trainerin und als Übungsleiter in?
00:18:29: Wie bin ich dann mit diesen Themen eigentlich unterwegs?
00:18:32: Habe ich mich dazu schon mal irgendwie ein bisschen fortgebildet, geschult.
00:18:35: Also das auch wirklich ernst zu nehmen und wie gesagt nicht dabei zu bleiben so sagen Ich habe doch eine gute Haltung der Sport-Persee ist ja eigentlich auch schon was tolles.
00:18:45: oder in dem System in dem ich mich befinde sondern auch da die Unterschiedlichkeiten zu verstehen Und Veränderung fängt immer bei einem selber so ein bisschen mit an neben natürlich auch strukturellen Veränderungen die wichtig sind sich da auch selber gerade jetzt als Übungsleiterin oder als Trainer in wirklich zu hinterfragen und zu sagen, wo habe ich denn so meine Bilder her?
00:19:07: Wo ist meine eigene Positionierung?
00:19:09: Wie ist meine eigener Aufstellung eigentlich?
00:19:11: Und wie blicke ich sozusagen aus dieser Perspektive auf die Person mit denen ich dann potenziell mich in der Halle oder auf dem Platz... befinde?
00:19:21: und ja, wie ist da eigentlich das sozusagen um mein Wissen beschert?
00:19:25: Und mache ich da einfach auch nochmal die Schritte.
00:19:29: Für welche Sprache verwende ich für die Zielgruppe mit der Ich arbeite?
00:19:35: wie einschließend oder eben auch ausschließen ist sozusagen.
00:19:38: Wie gehe ich aber auch vor allem damit um, wenn mal etwas passiert?
00:19:42: Also wie gehe ich im Diskriminierungsfall einfach auch damit um?
00:19:45: Versuche ich das dann so ein bisschen zu relativieren und irgendwie schnell einfach wegzukriegen weil es irgendwie unangenehm ist, weil wir uns damit natürlich nicht so gerne auseinandersetzen wollen was auch eine große Verantwortung natürlich ist.
00:19:57: Aber wie ernst nehme ich eben diese Verantwortung die entge denn eben auch in so einem Fall konkret damit um auch immer ganz, ganz wichtig und da kann man viel ansetzen.
00:20:07: Und dann vielleicht auch noch mal so auf Vereinsebene... Ich erzähle jetzt gerade ein bisschen durcheinandermerkig aber ich hoffe, man kann mir trotzdem folgen.
00:20:15: Auf Sovereinsebene welche Schropon haben wir dort aufgebaut?
00:20:19: Welche Beschwerdestellen gibt es?
00:20:21: Welchen Verfahren zu Meldungen haben Wir?
00:20:25: sind die eigentlich in unseren Kontext aufgebaut.
00:20:28: Wie sieht unser Ehrenkodex aus?
00:20:30: Viele Vereine haben ein Ehrencodex, wenn wir die uns anschauen.
00:20:34: Dann steht da oft nicht explizit was von Diskriminierung oder Antidiskriminierung drin.
00:20:38: also wie können wir auch auf diesen eben nochmal passiert dann zwar auf Papier aber Papier ist natürlich irgendwie auch wichtig um dann auch ins Handeln zu kommen.
00:20:46: Also wie sieht es da aus und da kann man schon erste Ansätze glaube ich sich rausnehmen.
00:20:52: Wirklich ganz, ganz wichtig.
00:20:53: Sensibilisierung und Trainings auf allen Ebenen in so einem Verein.
00:20:58: Jetzt würde ich da gerne nochmal nachhaken was macht das eigentlich mit Menschen wenn Diskriminierungsereignisse einfach so abgetan werden?
00:21:07: Ja zum einen fühlen sich Menschen wie gesagt nicht gesehen haben wir schon ein bisschen drüber gesprochen ernst genommen im Zweifel, nicht repräsentiert.
00:21:18: Aber es hat natürlich auch gerade gesundheitliche Auswirkungen weil Diskriminierung und da gibt's zum Glück mehr und mehr Forschung dazu Nicht das ist nicht vorher auch schon von Betroffenen gewusst worden ist.
00:21:32: aber wir brauchen ja auch immer sozusagen die Zahlen und die Daten dazu.
00:21:37: und Forschung sagt ganz klar dass Diskriminierungen wie ein dauerhafter Stress erlebt wird.
00:21:45: und ich glaube die Stressforschung kennen wir mittlerweile gut genug.
00:21:50: Die aufzeigt, dass gerade der dauerhafte, der schlechte Stress sozusagen, der Distress krank macht auf vielen Ebenen körperlich aber eben auch auf mentaler Ebene.
00:22:02: also viele mentale Krankheiten sind auch unter anderem auf Stress, vor allem auf den dauerhaften Stress zuzuführen.
00:22:11: Und gerade bei Diskriminierung entsteht ja unter andern dadurch, dass er so unvorhergesehen passiert, das er so dauerhaft erlebt wird.
00:22:21: Also es ist wie eine dauerhofte Anspannung in Räume zu treten, indem ich nicht gesehen werde oder vielleicht potenziell nicht mitgedacht werde immer diese Hab-Achtstellung sozusagen mitzunehmen und nicht zu wissen... Wann kann vielleicht wieder was passieren?
00:22:36: Entspruch, Entwitz oder vielleicht eben auch noch etwas viel Schlimmeres.
00:22:42: Und das löst auf jeden Fall sehr viel aus und macht Menschen krank!
00:22:54: Jetzt wollen vielleicht diejenigen, die genau das nicht wollen, die nicht diskriminieren wollen, sie vielleicht bewusst damit umgehen wollen... Vielleicht haben die aber auch eine gewisse Angst, etwas falsch zu machen.
00:23:08: Muss man die haben, braucht man die
00:23:10: habe?!
00:23:10: Das ist, glaube ich sehr menschlich die zu haben.
00:23:12: Ich glaube das bringen wir alle mit.
00:23:14: wie gesagt wer sind alle?
00:23:16: und dass es glaub ich so... Und das hat mich irgendwie total entlastet zu sagen gar nicht davon auszugehen oder zu versuchen das zu negieren zu sagen ich bin per se ein nur guter Mensch sondern wir sind alle so älterne Wir haben das eigentlich alle, wir bringen das alle mit wir diskriminieren alle tagtäglich ist erst mal so.
00:23:40: Und ich glaube, über dieses Verständnis zu kommen und sagen aber da möchte ich natürlich nicht bleiben das ist natürlich nichts Gutes.
00:23:45: Aber ich verstehe dass es erstmal passiert und hol mich aus einer eigenen vielleicht unguten Anspannung raus ständig alles richtig machen zu müssen was nicht funktionieren wird.
00:23:55: aber der Weg ist dahin ist glaub ich total wichtig und überhaupt auch anzufangen und sich dann nicht aus der Verantwortung rauszunehmen und zu sagen okay aber ich hab's doch eigentlich nur gut gemeint also das ist ja oft etwas Diskriminierungsfeld passiert, aber da wirklich zu verstehen die Absicht ist nicht entscheidend.
00:24:13: Wenn ich dir aus Versehen über den Fuß fahre dein Fuß gebrochen ist dann kann meine Absicht definitiv nicht gewesen sein.
00:24:23: wir stehen vielleicht auch total gut zueinander.
00:24:25: das Ergebnis ist trotzdem scheiden die Verletzungen.
00:24:27: der Fuß ist nämlich trotzdem gebrochene.
00:24:29: egal was meiner absicht dabei war und ich glaube dieses verständnis ist irgendwie total wichtig um zu sagen geht nicht darum und dann bleibe ich eben auch nicht in meinem kleinen Happyland, um mal zu Poker-Ogette an der Stelle zu zitieren.
00:24:43: Sondern mich da auch rauszubegeben und zu sagen Ich muss dafür etwas tun, um diskriminierungssensibler durch die Welt zu gehen.
00:24:51: Und das ist auf meine Verantwortung weil wenn ich eine welt möchte in der ich genau dass eigentlich leben möchte Dass eben alle mitgemein sind und es nicht einfach so irgendwo vom Himmel fällt, dann ist es doch vielleicht auch in meiner Verantwortung mich da ehrlich zur Hinterfragen und zu reflektieren.
00:25:08: Plus natürlich dann auf allen anderen Ebenen... In denen ich sitze also wenn ich auch irgendwo an der Position setze wo ich eine Machtposition auch inne habe.
00:25:18: Also kann ich mit dafür sorgen Und das muss ich oft nicht allein tun Das ist ja das Schöne.
00:25:24: Aber ich kann noch dafür sorgen dass Ich ein Stück weit sozusagen für Verbesserung sorge.
00:25:31: Und ja, einfach mutig sein möchte ich damit sagen.
00:25:34: Da nicht stehen zu bleiben, fehlerfreundlich natürlich aber trotzdem auch mit sich zu bleiben Das ist ein Prozess es ist nicht abgeschlossen.
00:25:42: Ich mache nicht einen Sensibilisierungstraining, ich lese nicht ein Buch und dann habe ich's verstanden Sondern das ist ein stetiger Prozess auch für mich als Antidiskriminierungstrainerin.
00:25:50: Auch ich als Antidiskriminierungstrainerin Diskriminiere tagtäglich wahrscheinlich und ich möchte das auch nicht.
00:25:56: Aber ich muss mich immer wieder auf diesen Weg machen immer wieder neu dran bleiben und immer wieder mir auch das Wissen drauf schaffen.
00:26:03: Und vor allem, ich glaube, dass es mit das Wichtigste diese Offenheit dafür zu haben.
00:26:07: Ja, es ist manchmal auch anstrengend.
00:26:08: Es macht auch manchmal keinen Spaß, weil natürlich jemandem zu diskriminieren kein Spaß macht aber da muss sich irgendwie einfach dranbleiben.
00:26:18: Dieser Satz Ich Diskriminiere täglich halt bei mir noch ein bisschen nach und bringt mich zu einem möglichen Schlüssel um daraus zu kommen nämlich Kommunikation und Sprache.
00:26:29: Welche Rolle spielt sensible Sprache für ein sicheres und gesundes Sport um Feld?
00:26:36: Ja, ich bin da glaube ich auch so ein bisschen affin würde ich sagen.
00:26:41: Ich würde nicht sagen es ist per se nur der einzige Zugang.
00:26:44: für mich war es damals der Zugang vor allem auch für mich eine eigene Sprache zu finden auch zu verstehen Was macht denn Diskriminierung auch mit mir?
00:26:54: Und wie ist Diskriminierungen eigentlich bei mir passiert, weil auch aus, wie gesagt zu einer eigenen Erfahrung heraus wollte mich niemand diskriminieren.
00:27:00: Es ist trotzdem passiert und ich hatte damals keine Sprache dafür.
00:27:03: Ich konnte gar nicht klar benennen was es ist dann genau.
00:27:06: Es fühlt sich nicht richtig an so bezeichnet zu werden oder so behandelt zu werden aber ich hatte keine Sprach und deswegen war das Sprache war für mich ein starker Zugang Für mehr Verständnis für mehr Sensibilität und ich glaube es ist auch im eigenen Lernen, aber dann auch nach außen hin finde ich immer ein gutes Zeichen wenn ich merke okay wir fangen zum und es ist vielleicht auch eines der für mich ehrlicherweise einfachsten Mittel zu sagen.
00:27:33: Ich fange auch einfach sprachlich an da sensibler zu sein.
00:27:36: mehr mitzudenken mag man von Gendern halten, was man möchte.
00:27:41: Für mich ist es ein Zugang zu sagen das ist vielleicht im Sprachgebrauch manchmal noch ein bisschen holprig und irgendwie.
00:27:48: aber Sprache verändert sich.
00:27:49: Sprache ist immer am Wandel.
00:27:52: Warum kann ich nicht dort ansetzen?
00:27:54: Weil für mich ist eine ganz kleine Veränderung, vielleicht eine sprachlich Veränderungen und für eine Person kann Ja, eine Welt öffnen und unten... Also ne ganz starke Veränderung beitragen.
00:28:08: Und wenn ich dieses kleine Mittel nutzen kann, sei es jetzt wie gesagt die Sprache oder auch in der Kommunikation dann finde ich können wir das irgendwie alle machen.
00:28:19: Wie das ausgestaltet wird, darf jedem selbst überlassen sein.
00:28:22: aber ich kann es aus eigener Erfahrung sagen, dass hat eine Wirkung Wenn man sprachlich kommunikativ auf einmal anders angesprochen, anders mitgedacht und dadurch gesehen wird.
00:28:34: Es hat einen Effekt.
00:28:36: Diesen positiven Effekt wollen wir gleich aufgreifen!
00:28:39: Wie kann Sport denn gezielt genutzt werden um soziale Gesundheit und Gemeinschaft und Wohlbefinden zu stärken?
00:28:47: Ja also wie gesagt ich glaube das ist ja warum wir vielleicht auch uns zusammen finden in Sportvereinen finden weil wir Sport gar nicht unbedingt nur alleine für uns machen wollen oder nicht nur aus körperlichen Aspekten daraus.
00:29:00: Das sind alles wichtige Aspekte, glaube ich gesundheitliche Aspechte aber ich glaube Sport ist einfach auch ein Ort der Gemeinschaft des sozialen Miteinanders.
00:29:09: es ist ein Lernraum miteinander und sozusagen diese Kraft mitzunehmen Und das ist, glaube ich, das große Große.
00:29:21: Aber nicht aus so einer Selbstverständlichkeit heraus, wo wir bisher auf den Sport geguckt haben und den Sport bis her betrachten.
00:29:29: Er isst nicht per se integral – und das ist super wichtig!
00:29:33: Ich glaube mit diesem Verständnis, mit dem Ansatz, dieser Perspektive... Daran zu gehen, an Strukturen ranzugehen wo wir schon drüber gesprochen haben auf unterschiedlichsten Ebenen.
00:29:45: Dann können wir es glaube ich gut schaffen dass der Orten mehr und mehr Begegnungsstädte sein also ehrliche Begegenungsstätte sein kann Wo sich im besten Fall alle wohlfühlen miteinander sein können.
00:29:57: Und das was den Sport eigentlich ausmacht nämlich die tollen Emotionen Die wir alle erleben egal auf welcher Ebene sei es auf der Tribüne sei selber auf dem Feld Das ist ja, was wir eigentlich alle miteinander erleben wollen.
00:30:10: Was der Sport eigentlich ausmacht?
00:30:13: Jetzt wollen wir die Brücke noch bauen weil wir das immer so gesund in Sport Deutschland machen hin zu konkreten Sachen, die man mitnehmen kann für die Arbeit als Trainerin oder Trainer im Verein vielleicht auch in der Vorstandsarbeit.
00:30:26: du hast ja das institutionelle auch schon angesprochen.
00:30:29: Was sind deine Top drei Tipps oder vielleicht auch deine top drei Ressourcen auf die man zugreifen könnte um sagen zu können, hey jetzt mache ich einen Schritt in die richtige Richtung.
00:30:42: Ja also ich glaube ein bisschen was hatte schon genannt.
00:30:45: Also vielleicht gerade so auf institutioneller Vereinsebene auch Verbandsebene da in die Strukturen reinzugucken und zu schauen... Welche Meldeverfahren haben wir?
00:30:57: Haben wir Anlaufstellen, wie sind diese Anlaufstellen eigentlich besetzt durch wen sie besetzt.
00:31:01: Durch welche Perspektiven sind Sie eigentlich auch abgedeckt?
00:31:04: also Wie gehen wir sozusagen in einem Diskriminierungsfall und Welche Verfahren haben wir?
00:31:12: Wen ziehen wir mit hinzu oder versuchen, das so ein bisschen schnell irgendwie abzudecken und also zu tun als ob es am liebsten nicht passiert ist.
00:31:21: Das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt.
00:31:24: dann grundsätzlich natürlich auch zu schauen wer ist denn eigentlich wirklich bei uns und vor allem in welchen Positionen bei uns.
00:31:30: Also wo findet Repräsentanz eigentlich wirklich statt?
00:31:34: und das ist meistens nicht sozusagen das Problem in den Mitglieder vielleicht da auch schon, aber da ist aufhäuflich noch die meiste Vielfalt zu sehen.
00:31:45: Aber wenn es dann sozusagen in den Entscheidungsebenen nach oben geht?
00:31:49: Wer sitzt denn da eigentlich?
00:31:51: und dementsprechend wer bringt welche Perspektiven
00:31:53: mit?".
00:31:54: Die Abschlussfrage wollen wir den Menschen widmen, die sich im Sport noch nicht gesehen oder willkommen fühlen.
00:32:01: Was würdest du diesen Menschen mitgeben wollen?
00:32:03: Meine Pell wäre glaube ich in die Richtung zu sagen... Das ist kein Zufall, wenn du dich nicht zugehörig fühlst.
00:32:11: Wenn man dich nicht gesehen fühlt, hat nichts mit dir als Bench zu tun.
00:32:16: Dass du etwas falsch machst oder dass du dich nur noch mehr anstrengen musst.
00:32:19: Sondern dass wir strukturell und institutionell noch nicht an den Punkten sinnvoll vielleicht sein sollten das wirklich es schaffen alle Perspektiven allen Menschen Mitzudenken Und wirklich und richtig und ehrlich zu beteiligen eigentlich ganz viel Kraft zu wünschen, hoffentlich WegbegleiterInnen sogenannte Allies vielleicht auch zu finden die du mit in die Verantwortung nehmen kannst.
00:32:49: Die dich unterstützen den du ganz klar sagen kannst ich habe hier kein Sprachrohr Ich werde hier nicht gehört, ich werde ja nicht gesehen.
00:32:58: ich brauche deine Unterstützung aber eben auch Communities die unterstützen können diese Perspektiven aufnehmen.
00:33:09: Roots zum Beispiel ist gerade ein Initiativ, in der ich auch tätig sein darf wo wir ganz klar vor allem auch auf die Strukturen gucken aber eben auch Betroffene mit stärken wollen ihnen eine Stimme geben wollen und genau das sagen wollen.
00:33:23: ihr seid nicht alleine wir hören euch wir sehen euch und wissen dass es schwer ist an vielen Stellen noch.
00:33:31: Elisa Leerhaus macht Mut.
00:33:34: Ich nehme auf jeden Fall schon mal mit, selbst wenn man versucht, Allides zu sein.
00:33:38: Diskriminiert man doch täglich auch unbewusst sehr häufig noch und das ist mit Sicherheit zumindest mal mein großes Take-away aus dieser Podcastfolge von Gesund in Sportdeutschland.
00:33:48: ich sage wie immer vielen herzlichen Dank fürs Gespräch Elisa.
00:33:51: Danke!
00:33:52: Herzlichen
00:33:52: Dank auch
00:33:53: und wünsche euch allen ganz viel Vielfalt bei euch im Sport und bleibt bitte gesund in Sport Deutschland bis zur nächsten Folge Tschüss.
Neuer Kommentar